Keine Sorge, ich habe nicht plötzlich meine Gesinnung geändert und mich zu den fanatischen begeben - nein! Aber auf der dienstäglichen Suche während meiner Bioladenschicht nach einem passenden Rezept für unseren berühmt berüchtigten Recipe Thursday kam meine liebe Kollegin auf die glorreiche Idee "Hey! Koch doch etwas Veganes!". Aha. Zugegeben, durch meinen Nebenjob und mein Interesse an gesunder Ernährung bin ich mit der veganen Lebensweise möglicherweise vertrauter, als manch anderer - aber dennoch: dieser Möchtegern - Vegantrip und dieser Hype um Ihre "Gottheit" Attila Hildmann geht mir dann doch nach einer Weile gehörig auf den Keks. Gepaart mit Aussprüchen wie "Och die 30-Tage-Challenge klingt ja nett - und dabei nehm ich 10 Kilo ab!". Aha. Oder eben auch nein: was mich am temporären Veganismus so nervt, ist die Tatsache dass man sich so sehr mit Essen beschäftigt, dass die volle Konzentration darauf liegt und naja - irgendwann bekommt man Hunger. Und noch mehr Hunger. Und dann fragt man sich: "Hoppla? Wieso nehm ich denn gar nich ab? Ich esse doch ausschließlich vegan?" An dieser Stelle möchte ich mir gerne im 3/4 Takt gegen die Stirn hauen - Holla die Waldfee.
Konsequente Veganer hingegen finde ich unfassbar beeindruckend (solang sie WIRKLICH konsequent sind (kein Leder tragen, keine ausbeutenden Kommerzkonzerne unterstützen, auch mal das Rad nutzen...)). Für mich allerdings, wäre das auf Dauer nichts - zu sehr liebe ich Joghurtprodukte, Speisen mit Eier und naja - Sojakäse schmeckt eben nicht wie ein guter Biokäse mit Ingwer und Pfeffer.
Nichtsdestotrotz musste dieses Rezept, dessen Überschrift ich in einer Attila-Bibel fand und Freestyle nachkochte, dran glauben (ihr wisst schon, Rezepte und meine Lust darauf... das ist so ne Sache wie Mathe und mein Verständnis - aber hören wir damit auf!). Das Ergebnis ist traumhaft! Aufgrund nicht auffindbarer Blutorangen, kreierte ich einen Avocado-Nektarinen-Dip, der mir deutlich saisonaler erscheint. Allerdings ist mein heimlicher Favorit definitiv das (bei mir noch halbgefrostete) Erbsen-Minz-Pesto - ich mein Hallo?? ERBSEN? MINZEN? Da kann man einfach nix falsch machen - das hat die Attila-Bibel schon richtig erkannt ;-)
Zutaten für 4 Person:
Pommes:
4 Möhren
3 Süßkartoffeln
Olivenöl
Agavendicksaft
Salz (eventuell extra Pommeswürzer)
Avocado-Nektarinen-Dip:
1 REIFE Avocado
2 Nektarinen
etwas Zitronensaft
Salz & Pfeffer
Erbse-Minz-Pesto:
100 g Erbsen (TK, leicht angetaut)
2 Handvoll frische Minze
50 g Mandeln
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Schritt für Schritt zum Glück:
1. Möhren und Süßkartoffeln schälen und zu pommesdicken Streifen schneiden (meine hatten eher Mc-Donalds-Pommes-Maße, dafür waren sie flott gar!). Mit Olivenöl, Agavendicksaft und Salz vermengen und in einer Auflaufform oder auf dem Backblech circa 20-30 Minuten bei 200°C backen.
2. In der Zwischenzeit die Avocado von Stein und Schale entfernen und grob würfeln. Nektarine schälen, Stein ebenfalls entfernen und klein schneiden. Zusammen mit etwas (ETWAS!!) Zitronensaft, Salz und Pfeffer pürieren. Kalt stellen.
3. Für das Pesto werden alle Zutaten ebenfalls mit dem Pürierstab püriert. Je nach Geschmack mehr Erbsen oder Minze hinzufügen.
4. Pommes aus dem Ofen holen, bei Bedarf auf Küchenpapier das Fett abtropfen lassen und noch warm genießen.
Et voilà, bon Appetit.
ps: Im Buch war die Rede von "Kürbispommes" - da wir aber nicht unbedingt Kürbiszeit haben und ich total auf Süßkartoffeln abfahre hier die Alternative. Probiert's aus! Wer noch etwas tierisches dabei haben will, macht's wie meine Mitesser: Räucherlachs mit Kräuterfrischkäse bestreichen und einwickeln. Na denn mal guten Hunger!


Don't worry, I haven't changed being vegan - no way, that's not my business. But I couldn't ignore this lovely recipe by Attila Hildmann (which is completely freestyle - I only read the recipe's title). And what could I say? IT'S AWESOME! Although I am not a person who could live without yogurt, eggs and stuff, I think that meal is a great option for all of you who would like to try vegan food - it's totally easy, healthy and delicious! nom nom nom.
Here we go
Sweet Potato and Carrot - Chips with Dip
Ingredients serves 4
Chips:
4 carrots
3 sweet potatoes
olive oil
agave syrup
salt
avocado - nectarine - dip:
1 MELLOW avocado
2 nectarines
a bit of lemon juice
salt & pepper
pea - mint - pesto
200g peas (frozen, a bit defrosted)
2 handful fresh mint
50 g almonds
olive oil
salt & pepper
The way to your new fortune
1. Peel the carrots and the sweet potatoes and cut them into chips-thick pieces. Mix them with oil, salt and agave syrup and bake them in the oven at 200°C for around 20-30 Minutes.
2. Mash the all ingredients for the dip.
3. Mash all the ingredients for the pesto.
4. Take the chips out of the oven, let it drain on a piece of kitchen paper and serve them hot!
Et voilà, bon Appetit.
ps: The original recipe is with pumpkin and avocado-bloodorange-dip - but that's up to you ;-)
Cheers,
Bianca






Toller Post, ich stimme dir 100% zu =) aber das sieht trotzdem sehr lecker aus, besonders Avocado-Nektarine klingt nach einer interessanten Kombination... da muss ich mal meinen Liebsten drauf ansetzen =)
ReplyDeleteDas klingt wirklich sehr lecker und sieht auch so aus. Avocado mit Nektarine finde ich ja auch eine interessant kombination, das muss ich doch tatsächlich mal ausprobieren :)
ReplyDeleteLiebe Grüße,
Amelie
Das schaut unglaublich aus <3 wow!
ReplyDeleteDas sicht verdammt lecker aus! Muss ich unbedingt mal ausprobieren :)
ReplyDeleteAvocado creme liebe ich & diese Möhren machen wir auch oft zu hause. Meine Schwester ist auch Vegan, aber absolut konsequent. Sie lernt Design und näht sich somit fast alles selbst. Ich selbst lebe auch vegetarisch und ich finde, wenn man soetwas macht, muss man auch überzeugt davon sein! Sonst hat das ganze keinen Zweck. Und das nur zu machen um abzunehmen? Ganz ehrlich, das ist schwachsinn! Auch vegan kann man sich ungesund ernähren.
ReplyDeleteNaja, tolles Rezept und interessanter Post :)
Liebste Grüße
Fiona von truetempted.blogspot.com